Exkursionen

Am 19. August sammelte sich eine kleine Gruppe von ANKK-Mitgliedern und einheimischen Studierenden im Salzburg Museum, um von der Kuratorin Dr. Regina Kaltenbrunner durch die Ausstellung Art Royal. Meisterzeichnungen aus dem Louvre geführt zu werden.

Die auf Everhard Jabach und später Ludwig XIV. zurückgehende Sammlung zeigt in circa 80 Blättern einen herausragenden Querschnitt Europäischer Zeichenkunst des 16. und 17. Jahrhunderts: so konnten die Besucher in knapp zwei Stunden Arbeiten von Holbein, Brill, Rubens oder Raffael analysieren und bewundern. Als Höhepunkt der Ausstellung darf eine Zeichnung Dürers gelten, die Studie einer hl. Barbara auf türkisblauem Papier, deren Virtuosität und fast mystische Aura einen jeden Betrachter fesseln.

Der Umfang und die Qualität der Arbeiten gab den Teilnehmern die Möglichkeit sich über zentrale Fragen des Mediums wie Technik, Zuschreibung oder Rezeption auszutauschen. Zudem wurden im Dialog mit der Kuratorin auch Anliegen der Ausstellungspraxis erörtert, also etwa Konservierung, Versicherung oder Marketing. Da die Werke nach der Salzburger Ausstellung für Jahre in den französischen Archiven verschwinden müssen, war die Führung eine ideale Möglichkeit einen fundierten Einblick in diese herausragende Sammlung zu bekommen.

Dr. Katrin Dyballa (Gemäldegalerie, Berlin) führte durch die von Dr. Stephan Kemperdick (Gemäldegalerie, Berlin) und Dr. Ina Dinter (Hamburger Bahnhof, Berlin) kuratierte Ausstellung und erläuterte zudem auch die Hintergründe zum Projekt und dessen Genese. So jährte sich 2016 das Todesjahr von Hieronymus Bosch zum 500. Mal und wurde aus diesem Anlass mit vielen Ausstellungen weltweit gewürdigt. In Berlin werden dabei – bis auf eine Ausnahme – ausschließlich Werke aus den eigenen Beständen der Staatlichen Museen gezeigt. Das Jubiläumsjahr war für Berlin war es dies ein glücklicher Umstand, denn es bot Gelegenheit, die von Bertram Lorenz frisch restaurierte Kopie nach dem Lissabonner „Antonius-Triptychon“, die seit gut hundert Jahren im Depot der Gemäldegalerie schlummerte, in einem passenden Rahmen zu präsentieren. So wie es nun auch möglich ist, viele andere, dem Publikum unbekannte Werke zu zeigen, denn sie teilen ein ähnliches Schicksal, wie das „Antonius-Triptychon“. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen dabei ohne Frage der „Johannes auf Patmos“ von Hieronymus Bosch und seine Original-Zeichnungen, die neben Blättern, wie etwa von Pieter Breughel d. Ä., in einem Nebenraum ausgestellt sind.

Exkursion Hieronymus Bosch3a

Exkursion Hieronymus Bosch1b

Exkursion Hieronymus Bosch2a

Wir haben uns außerordentlich über die Führung von Dr. Justus Lange gefreut, der dem ANKK bereits zum zweiten Mal die Gelegenheit anbot, durch eine von ihm kuratierte Ausstellung zu führen. Dieses Mal ging es um augentäuschende Malerei, die den Betrachter auf ganz unterschiedliche Art und Weise verblüfft. Zu bestaunen gab es darüber hinaus jedoch auch Graphiken, Objekte aus dem Kunsthandwerk und Möbel sowie optische Geräte, die allesamt aus den eigenen Beständen der Museumslandschaft Hessen Kassel stammen. Wunderbar wurde hier anhand des Themas „Illusion“ – das bereits die Künstler in der Antike beschäftigte – das Zusammenspiel von Kunst und Kunsttheorie gezeigt.

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Fuehrung 2017 09 25 b

Präsentation der Sonderausstellung: „Niederländische Zeichnungen. Neu entdeckte Werke aus dem Germanischen Nationalmuseum.“

Den Auftakt des Monats Mai für die FreundInnen der Kunst auf Papier bildete die Führung von Frau Dr. Claudia Valter durch die von ihr kuratierte Ausstellung der niederländischen Zeichnungen des Germanischen Nationalmuseums. Die Schau war Ergebnis der mehrjährigen Erforschung des Bestandes durch Frau Valter, die anlässlich der Ausstellung einen Katalog der Zeichnungen vorlegte. Wie ihre inspirierende Führung zeigte, konnten viele der Blätter erstmals mit einem Künstlernamen verbunden werden.

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Präsentation der Neuhängung durch Dr. Heidrun Ludwig

Wir freuen uns besonders, dass wir eine Führung anbieten konnten, die auf die Initiative eines Vereinsmitgliedes zurückgeht und auf großes Interesse sowohl bei Nachwuchswissenschaftler*innen als auch bei bereits Etablierten stieß und zu der wir u.a. mit Prof. Dr. Akira Akiyama Besuch aus Japan begrüßen durften:

Gemeinsamer Ausstellungsbesuch des Amsterdamer Rijksmuseums, Sonderausstellung "Late Rembrandt"

In einer für viele Dekaden einzigartigen Ausstellung wird zum ersten Mal Rembrandts Spätwerk am Ort seiner Entstehung gezeigt.