Aktuelle Informationen und Monatsbriefe

Der ANKK ist ein eingetragener Verein. Er versteht sich als Netzwerk für Kunsthistoriker aus dem deutsch­sprachigen Raum, die sich mit der nieder­ländischen Kunst- und Kultur­geschichte beschäftigen.
Er soll eine Plattform zur Diskussion, zum Austausch von Informationen und für die Planung und Durchführung von Projekten bieten und verfolgt ausschließlich und unmittelbar – gemeinnützige – Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung.

International Conference Historians of Netherlandish Art (HNA), Ghent, May 24-26, 2018
ANKK-sponsored Session

VANITAS. Neubetrachtungen eines alten Bildkonzepts

Wohl kaum ein Bildkonzept hat dem Methodenstreit der niederländischen Kunstgeschichte soviel Nährstoff geliefert wie das der Vanitas der irdischen Welt. So ist es inzwischen beinahe üblich geworden, die niederländische Stillebenmalerei unter dem Aspekt der Vergänglichkeit zu betrachten und ihr eine moralisierende Aussage zu unterstellen: Die abgebildeten Gegenstände der Stilleben – seien es der Totenschädel oder die Sanduhr, umgestoßene Gläser oder verwelkte Blumen, Geld, Schmuckstücke oder Instrumente (nicht nur des täglichen Lebens, sondern auch der Kunst und der Wissenschaft) – fungieren in der kunsthistorischen Forschung verallgemeinernd als Sinnbilder der Eitelkeit und Unbeständigkeit des menschlichen Lebens. Einer solch tendenziell kulturpessimistischen Deutung steht eine sensualistische Position entgegen, die an die Erkenntniskraft der sinnlichen Wahrnehmung festhält, oder auch eine sozialhistorisch orientierte, derzufolge an die im 17. Jahrhundert immer wichtiger werdende identitätsstiftende Rolle der Waren und Güter innerhalb der sich zu Wirtschaftsmächten aufschwingenden europäischen Nationen erinnert werden soll.

Es stellt sich also die Frage, ob der bildliche Verweis auf das Ende des irdischen Daseins in Kombination mit der Verherrlichung des Wohlstands − bspw. in Mahlzeitstilleben − eine negative Wirkung; das Nachsinnen über das Unvermeidliche im Vanitas-Stilleben mit der Tendenz zur Überwindung der irdischen Eitelkeit in Richtung des ewigen Lebens im Jenseits dagegen eine positive Betrachtung einfordert? Neuere Forschungen legen nahe, dass das Vanitasbild vom zeitgenössischen Betrachter eine aktive gedankliche Teilnahme auch im Sinne einer moralischen Reflexion über sich selbst verlangt, so dass es als privates Andachtsbild mit der Funktion einer Gedächtnisstütze für die Meditation über den Tod und das ewige Leben verstanden werden kann.

Vanitas vanitatum est: Ist also die sinnliche Welt nichts weiter als Schall und Rauch oder nimmt sie im Gegenteil einen wichtigen erkenntnistheoretischen Stellenwert ein? Unser Panelvorschlag greift diese Diskussion auf und fordert zu einer Neubetrachtung des Bildkonzepts auf. Angesiedelt zwischen der Verachtung der Welt und einer Lebensbejahung im Todesbewusstsein, zwischen der Emphase sinnlicher Erfahrung und der Betonung ihrer Relativität und Temporalität, zwischen einer Verherrlichung irdischen Wohlstands und einer Kritik daran, verfügen Vanitas-Bilder über ein ambigues Deutungsmuster, das jedes Mal neu ausgehandelt werden muss. Entsprechend soll nach den geistesgeschichtlichen Kontexten und Hintergründen gesucht werden, die uns helfen können, die vanitären Sujets und Motive historisch zu verorten. Entsprechend wird nach Beiträgen gefragt, die nicht nur die klassischen Vanitasstilleben thematisieren, sondern auch deren Vorläufer, wie die Totenkopfdarstellungen auf den Rückseiten von Porträts oder die vielen Hieronymusdarstellungen des 16. Jahrhunderts. Es soll weiterhin nach den theologischen und philosophischen Textgrundlagen gefragt werden, die zuweilen sogar in Form von Inschriften Eingang in die Bilder finden. Auch Beiträge zur Entwicklungsgeschichte einzelner Motive, wie z.B. der Homo Bulla, oder einzelner Subgenres, wie z.B. der Fröhlichen Gesellschaft, sind willkommen. Was beispielsweise kennzeichnet ein Vanitas-Stilleben bzw. unterscheidet es von anderen Ausformungen der Stillebengattung? Und inwiefern wird in vanitären Kunstwerk der bewahrende, d.h. die Vergänglichkeit aufschiebende Status des Bildes selbst abgerufen und reflektiert?

Wir bitten um Einsendung eines Abstracts (max. 250 Wörter) sowie eines kurzen CV (max. 100 Wörter) bis zum 30. Juni 2017 an Karin Leonhard (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und Sandra Hindriks (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Sollten Sie sich bereits bei einer anderen Sektion der HNA-Konferenz beworben haben, lassen Sie uns dies bitte wissen. Es werden ausschließlich unpublizierte Beiträge berücksichtigt. Sprecher müssen im Jahre der Konferenz sowohl Mitglied des ANKK als auch von HNA sein. Die Konferenzsprache ist englisch.

Liebe Mitglieder des ANKK,

nach ereignisreichen Monaten mit TEFAF und Kunsthistoriker-Tagung blicken wir alle schon gespannt auf die nächsten Monate, die Vieles zu bieten haben: So freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass sich bereits zahlreiche Mitglieder für den diesjährigen Studientag angemeldet haben. Es gibt nur noch einen einzigen freien Platz. Wer also an dem spannenden und vielseitigen Programm teilnehmen möchte (mehr Informationen siehe Anhang), sollte sich so schnell wie möglich bei den Organisatorinnen melden.

Wen es im Zuge des Studientages in die Niederlande zieht, dem bieten sich darüber hinaus spannende Ausstellungen: Im Rijksmuseum beispielsweise haben Sie noch bis zum 13. Juni die Möglichkeit die Ausstellung Een ode aan Maria Sibylla Merian zu besuchen. Das Mauritshuis in Den Haag lockt bis zum 25. Juni mit Slow Food. Stillleben des Goldenen Zeitalters. Des Weiteren findet im Royal Tropical Institute in Amsterdam die Tagung Changing the Nature of Art and Science. Intersections with Maria Sibylla Merian statt. Mehr Hinweise auf aktuelle Ausstellungen, Call for Papers usw. stellen wir Ihnen wie immer im Serviceteil zur Verfügung.

Des Weiteren können wir Ihnen mitteilen, das der ANKK bei der nächsten HNA-Konferenz in Ghent 2018 mit einer eigenen Sektion unter dem Titel VANITAS. Neubetrachtung eines alten Bildkonzepts vertreten sein wird. Der ausführliche Call for Papers folgt in Kürze.

An dieser Stelle wollen wir nochmals darauf hinweisen, dass unsere Mitglieder seit kurzem einen automatischen SEPA-Bankeinzug für ihre Mitgliedsbeiträge nutzen können. Wir freuen uns über jedes Mitglied, dass sich zur Nutzung des Verfahrens entscheidet, da uns dies hilft, den die Mitgliedsbeiträge betreffenden Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Das Formular finden Sie auf unserer Homepage. Bitte senden Sie das ausgefüllte Original postalisch an die dort vermerkte Adresse. Abschließend möchten wir Sie – sofern noch nicht geschehen – sehr herzlich darum bitten, den Mitgliedsbeitrag für 2017 auf unser Postbankkonto zu überweisen.

 Mit herzlichen Grüßen
Der Vorstand

Liebe Mitglieder des ANKK,

erst vor wenigen Tagen endete der diesjährige Kunsthistorikertag in Dresden. Im Rahmen dessen veranstaltete der ANKK nun bereits zum 6. Mal das Forum zur Niederländischen Kunst- und Kulturgeschichte, in dessen Zentrum in diesem Jahr die Kunst auf Papier stand. Dabei gelang es, sowohl Hochschullehrer als auch VertreterInnen graphischer Sammlungen auf einem international besetzten Podium zusammen zu bringen. An Van Camp (Oxford), Ariane Mensger (Basel), Huigen Leeflang (Amsterdam), Thomas Ketelsen (Köln) und Jürgen Müller (Dresden) diskutierten unter Leitung von Britta Bode (Berlin), Stephanie Buck (Dresden) und Nils Büttner (Stuttgart) aktuelle Fragen des Sammelns und der Erforschung von Druckgraphik und Zeichnungen zehn Jahre nach dem Regensburger Memorandum.

Liebe Mitglieder des ANKK,

gute Nachrichten erreichten uns in diesem Monat aus Gent von unseren langjährigen Freunden, den Historians of Netherlandish Art. Nachdem 2015 bereits HNA mit einer Sektion auf unserer internationalen Konferenz vertreten war, freuen wir uns, dass sich die Kooperation im kommenden Jahr nun umgekehrt gestalten wird und der ANKK eine eigene Sektion bei der großen, vom 24. bis 26. Mai 2018 an der Universität Gent stattfindenden HNA-Konferenz ausrichten darf. Für diese großartige Möglichkeit möchten wir dem HNA-Konferenzkomitee herzlich danken und zugleich alle Mitglieder nachdrücklich einladen, uns bis zum 15. April 2017 Themenvorschläge zur Gestaltung der Sektion in Form eines einseitigen Abstracts einzureichen (bitte schicken Sie diese an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und beachten Sie, dass Sektionsleiter_innen 2018 Mitglied von HNA und ANKK sein müssen).

Liebe Mitglieder des ANKK,

zunächst wünschen wir Ihnen und Euch allen ein gesundes, zufriedenes und erfolgreiches 2017.

Das Jahr beginnt mit der erfreulichen Nachricht des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft das von uns im Rahmen des Kunsthistorikertages organisierte Niederlande-Forum in Form einer Bezuschussung der Reisekosten für die Teilnehmenden aus dem Ausland unterstützt. Wir freuen uns sehr über ein hochkarätiges und internationales Panel. Am Mittwoch, 8. März 2017, 13.15-15.00 Uhr diskutieren im Hörsaalzentrum der TU Dresden (Bergstr. 64, Hörsaal 2) Ariane Mensger (Basel), An Van Camp (Oxford), Thomas Ketelsen (Köln), Huigen Leeflang (Amsterdam) und Jürgen Müller (Dresden) und unter der Leitung von Britta Bode (Berlin), Stephanie Buck (Dresden) und Nils Büttner (Stuttgart) zum Thema:

Liebe Mitglieder des ANKK,

mit Blick auf das Jahr 2016 können wir auf viele schöne Ereignisse zurückschauen: Viele Kollegen haben durch Führungen in ihren Sonderausstellungen für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt und dem Wunsch nach neuen Formaten für Tagungen konnten wir im Rahmen der Museumslesungen von Ted van Lieshout und Tom Van de Voorde bei unserer Jahrestagung in Hamburg bereits erproben. Auch hat der Verein durch eine überarbeitete CI ein neues Gesicht erhalten und die Webseite hat für eine verbesserte Übersicht ebenso einige Veränderungen erfahren. Zum Jahresende möchten wir die Gelegenheit nutzen, uns bei all jenen zu bedanken, die durch ihr Engagement und ihren Einsatz für ein erfolgreiches ANKK-Jahr beigetragen haben, denn ohne diese Unterstützung wäre dies nicht gelungen! Herzlichen Dank!

Liebe Mitglieder des ANKK,

das Jahr nähert sich langsam dem Ende. Bevor wir uns der Weihnachtsstimmung völlig ergeben, wollen wir Sie auf die Aktivitäten des ANKK in diesem Monat sowie die aktuellen Veranstaltungen, Ausschreibungen und Publikationen hinweisen.

Liebe Mitglieder des ANKK,

wir möchten uns nachträglich noch einmal herzlich bei allen Teilnehmerinnen/Teilnehmern und Referentinnen/Referenten unseres diesjährigen Jahrestreffens in Hamburg bedanken. Unser Dank gilt auch dem Organisationsteam, bestehend aus Katrin Dyballa, Christiane Kruse und Maurice Saß, das durch seine Arbeit und seinen Einsatz die Tagung erst ermöglicht hat. Den ganz besonderen Auftakt und das neue Format unserer Jahresversammlung mit den Literaten Tom Van de Voorde und Ted van Lieshout verdanken wir in erster Linie der Kooperation und großzügigen Unterstützung der Flämischen Generaldelegation (Koen Haverbeke), der Botschaft des Königreichs der Niederlande (Monique Ruhe) sowie des Buchmesseteams Frankfurt (Ine Pisters). Ausdrücklich bedanken möchten wir uns bei unserem Ehrenmitglied Walter Moens, der uns nicht nur bei der Vorbereitung der Autorenlesung unterstützt hat, vor allem aber auch die Übersetzung der Texte besorgt hat. Dagmar Eichberger hat dankenswerterweise Teile der abendlichen Moderation übernommen.

Liebe Mitglieder des ANKK,

der Herbst hat uns nach den letzten Spätsommerwochen erreicht, womit nun auch unsere alljährliche Konferenz unmittelbar vor der Tür steht. Vor wenigen Tagen wurde die Tagung „Kunst als Impulsgeberin für Künste und Wissenschaft“, die vom 13.- 15. Oktober 2016 in Hamburg stattfinden wird, bereits über den H-ArtHist-Verteiler angekündigt und auch wir möchten nochmal nachdrücklich auf das Programm aufmerksam machen. Noch ein Hinweis: Wir werden uns am Donnerstag, den 13. Oktober im Foyer der Hamburger Kunsthalle sammeln. Sämtliche weiteren Informationen zum Programm sowie das Anmeldeformular zum Download finden Sie auf unserer Website:
http://www.ankk.org/jahrestreffen/konferenz-2016-hamburg.

Liebe Mitglieder des ANKK,

wir hoffen, die Sommerwochen bieten Ihnen allen ein wenig Entspannung vom Studien- oder Berufsalltag. Mit dem Ende der Ferienzeit rückt auch unser diesjähriges Jahrestreffen zum Thema „Kunst als Impulsgeberin für Künste und Wissenschaft“ vom 13.- 15. Oktober 2016 in Hamburg näher. Wir würden uns sehr freuen, viele unserer Mitglieder beim Jahrestreffen und unserer dortigen Mitgliederversammlungen begrüßen zu können. Sämtliche Informationen zum Programm sowie das Anmeldeformular zum Download finden Sie auf unserer Website: http://www.ankk.org/jahrestreffen/konferenz-2016-hamburg.

Darüber hinaus freuen wir uns, Ihnen zwei weitere ANKK-Veranstaltungen in Fortsetzung unserer Reihe von gemeinsamen Ausstellungsbesuchen ankündigen zu können. Justus Lange, Kurator der Kasseler Gemäldegalerie Alte Meister, und Petra Lanfermann, stellvertretene Leiterin der Städtischen Galerie in Bietigheim-Bissingen, haben sich erfreulicherweise bereit erklärt, im Oktober und November exklusive Mitgliederführungen durch ihre jeweilige Ausstellung anzubieten: