Internationale Tagung in Zusammenarbeit mit dem Rubenianum, Antwerpen

Zoom, 7.–8. Oktober 2021

Antwerpen ist mehr als Rubens. Oft gerät in Vergessenheit, dass bereits im 15. Jahrhundert die niederländische Handelsmetropole zu einem bedeutenden Umschlagplatz der Künste avancierte – und auch nach Rubens‘ Tod weiterhin eine Vorreiterrolle einnahm. Bilderstürme und die Teilung der Niederlande setzen vielmehr Prozesse in Gang, die den Kunstmarkt zwar veränderten, nicht jedoch zum Erliegen brachten. Prägend für die frühneuzeitliche Kunstproduktion war nicht nur die Ausdifferenzierung einzelner Kunstgenres wie Landschaft und Stillleben, sondern auch kollaborative Arbeitsformen, wie sie in Antwerpen praktiziert wurden. Dass diese andernorts übernommen wurden, lag nicht zuletzt an der zentralen Bedeutung der Stadt im Netz persönlicher und wirtschaftlicher Beziehungen, die von Emigrant:innen und deren Nachkommen weiterhin gepflegt wurden. Im Fokus steht die Rolle der Scheldestadt als wichtiger Dreh- und Angelpunkt der niederländischen Kunstproduktion in einer Perspektive der longue durée. Ausdrücklich möchten wir daher nicht nur die Vormoderne in den Blick nehmen, sondern bis ins 19. Jahrhundert schauen.

In Zusammenarbeit mit dem Rubenianum – Research Institute for Flemish Art of the 16th and 17th centuries vorbereitetet, sollte die Tagung ursprünglich im letzten Jahr vor Ort in Antwerpen stattfinden. Pandemiebedingt bieten wir nun ein komprimiertes und an die Bedingungen einer online-Tagung angepasstes Programm.

Programm