Am 14. und 15. Mai veranstaltet der Arbeitskreis Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte (ANKK e.V.) im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig das diesjährige ANKK Kolloquium.

Das ANKK Kolloquium dient als Forum für einen kollegialen, konstruktiven und offenen peer to peer Austausch über aktuelle Forschungsprojekte aus dem Bereich der niederländischen Kunst- und Kulturgeschichte. Es richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs des Arbeitskreises sowie weitere interessierte Studierende und Wissenschaftler*innen in der Promotions- und PostDoc-Phase, die ihre Ideen teilen, diskutieren und dabei Kontakte knüpfen und intensivieren möchten.

Für die Teilnahme werden Kurzvorträge erbeten, die als Werkstattberichte informell und frei gestaltet werden können. Gerne können auch experimentelle Formate wie Blitzvorträge, Posterpräsentationen, Pecha Kucha oder ähnliches ausprobiert werden. Die Präsentationen sollten eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten und können in deutscher oder englischer Sprache gehalten werden.

Um das Programm zu planen, bitten wir um Einsendung einer Projektskizze unter Angabe des Vortragsformats (ca. 300 Wörter) und eines kurzen Lebenslaufes bis zum 31. März an Friederike Schütt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Auch die Teilnehmer*innen des letzten Jahres sind herzlich eingeladen, sich erneut zu bewerben und das Kolloquium zur Diskussion aktueller Projektstände zu nutzen. Auswahl und Benachrichtigung der Teilnehmer*innen erfolgen bis zum 10. April.
Für die Reiseplanung ist zu berücksichtigen, dass das Programm am Mittwoch, den 13. Mai, um 19.00 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen beginnen und am Freitag, den 15. Mai, um 14.30 Uhr mit einer Führung durch die Ausstellung „Brueghel. Ein Meisterwerk restauriert“ enden wird. Am Donnerstag wird es außerdem eine Kuratorinnenführung durch die Gemäldesammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums geben. Mitgliedern des ANKK kann ein Reisekostenzuschuss gewährt werden.

Wir freuen uns auf interessante Projektvorstellungen und Begegnungen in Braunschweig!

Arthub Antwerp. Networking, Collaboration and Co-Production in Netherlandish Art from the 15th century until today

Antwerpen ist mehr als Rubens. Oft gerät in Vergessenheit, dass bereits im 15. Jahrhundert die niederländische Handelsmetropole zu einem bedeutenden Umschlagplatz der Künste avancierte – und auch nach Rubens’ Tod weiterhin eine Vorreiterrolle einnahm. Bilderstürme wie Teilung der Niederlande setzen vielmehr Prozesse in Gang, die den Kunstmarkt zwar veränderten, nicht jedoch zum Erliegen brachten. Prägend für die frühneuzeitliche Kunstproduktion war nicht nur die Ausdifferenzierung einzelner Kunstgenres wie Landschaft und Stillleben, sondern auch kollaborative Arbeitsformen, wie sie in Antwerpen praktiziert wurden. Dass diese andernorts übernommen wurden, lag nicht zuletzt an der zentralen Bedeutung der Stadt im Netz persönlicher und wirtschaftlicher Beziehungen, die von Emigrant*innen und deren Nachkommen weiterhin gepflegt wurden. Antwerpen als „melting pot“, intellektuelles Zentrum des Jesuitenordens im Norden bzw. der katholischen Reform, seine Stellung im Buchdruck-Gewerbe wie auch die engen Vernetzungen Antwerpens mit Städten der nördlichen Provinzen, dem restlichen Europa oder übrigen Welt können anhand von Fallbeispielen analysiert werden.

Die Tagung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Rubenianum. Research Institute for Flemish Art of the 16th and 17th centuries organisiert. Im Fokus des Programms steht die Rolle der Scheldestadt als wichtiger Dreh- und Angelpunkt der niederländischen Kunstproduktion in einer Perspektive der longue durée. Ausdrücklich möchten wir daher nicht nur die Vormoderne in den Blick nehmen, sondern bis in die gegenwärtige Kulturszene schauen.
Das Themenspektrum umfasst folgende Forschungsfelder:

  •  Antwerpen als Ort weiblicher Kunstschaffender oder Mäzeninnen
  • Prozesse der Kunstproduktion
  • Kooperationen in und Kollaborationen zwischen Werkstätten und einzelnen Künstlern
  • Innovationen bei Bildmedien und -themen
  • Künstlermigration(en) und –reisen von / nach Antwerpen sowie Gründe für diese push- und pull-factors
  • Fragen nach Zentrum und Peripherie
  • Methoden der Netzwerkanalyse im Bereich der Künstlersozialgeschichte
  • Freundschaftsbücher, Reisebeschreibungen und Tagebücher mit Bezug zu Antwerpen

Insbesondere freuen wir uns auf Vorschläge vonseiten des wissenschaftlichen Nachwuchses und erhoffen uns Beiträge mit einer ausgewogenen Mischung aller Berufsfelder unseres Faches. Zusätzlich zu Sektionen mit Vorträgen von 20 min. Länge wird es eine offene Sektion mit Werkstattcharakter geben, in denen kürzere Beiträge zu Projektideen, Ausstellungskonzepten oder aktuellen, nicht abgeschlossenen Forschungsvorhaben willkommen sind.
Bitte schicken Sie Titel und Abstract (max. 300 Wörter) samt Kurzbiographie bis zum 15. April an folgende Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Arthub Antwerp. Networking, Collaboration and Co-Production in Netherlandish Art from the 15th Century until Today
3rd International Conference of the ANKK e.V. in Antwerp, Rubenianum, 8 – 10 Oct 2020

Antwerp is more than Rubens. It is often forgotten that the Netherlandish metropolis had already been an important trading centre for the arts in the fifteenth century, and that it still led the way even after the death of its master painter. Processes were set in motion by both iconoclasm and the division of the Burgundian Netherlands, events that changed the art market but did not make it collapse. The differentiation of specific genres, such as landscapes or still lives, were as formative for early modern art production as the collaborative modes of working practiced in Antwerp. The city played an important role in the fabric of personal and economic relationships and it was due to the efforts of its emigrants and descendants, who maintained their contacts, that these customs and modes of working continued elsewhere. Thus, Antwerp as a “melting pot”, as the Northern intellectual centre of the Society of Jesus and of the Catholic Reform, its significance in the book printing business, but also the far-reaching networks of Antwerp with other cities, be they in the Northern Provinces, in the rest of Europe or worldwide, can be focal points of analyses.

This conference will be held and organised in close collaboration with the Rubenianum. Research Institute for Flemish Art of the 16th and 17th centuries. The focus will be the role of the Schelde city as an important hub of Netherlandish artistic production within the longue durée. We explicitly encourage proposals concerning not only the early modern period, but also embracing the contemporary artistic scene.
Topics might include, but are not limited to considerations of

  • Antwerp as a place of female artists or female patronage
  • Processes of artistic production
  • Co-operations and collaborations between workshops and artists
  • Innovation in genres, subjects and media
  • Migration or travels of artists from or to Antwerp and the reasons for these push – pull factors
  • Questions of center and periphery
  • Methodological questions pertaining to network analysis in the area of the social history of artists
  • Ego documents, such as the album amicorum, artists’ diaries or travel diaries in relation to Antwerp

We are particularly looking forward to contributions on the graduate and postgraduate level and by early career researchers and hope for contributions from all professional fields of the relevant disciplines represented by our association (academic, curatorial and freelance). In addition to the regular 20-minute contributions, we will offer a workshop section in which we welcome shorter contributions concerning new ideas, exhibition sketches and recent or preliminary research.
Please send a title and short abstract of no more than 300 words and a short biography to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! by 15 April 2020.

 

Einmal jährlich haben Sie die Möglichkeit, sich für die ANKK-Projektförderung zu bewerben.

Wir bitten um Lebenslauf in Kurzform sowie eine Projektskizze samt der Angabe der benötigten Förderhöhe (bis maximal 500 Euro) und der konkreten Zweckangabe. Möglich sind Zuschüsse etwa für Publikationen und Bildmaterial, aber auch Reisestipendien. Bei der Bewerbung um eine Tagungsreise bitten wir neben CV um ein Exposé des Vortrags und die Einladung der Veranstalter, bei der Bewerbung um einen Rechercheaufenthalt um ein einseitiges Exposé, einen kurzen Zeitplan und CV. Bewerben können sich alle Interessierten mit mindestens zweijähriger Mitgliedschaft in unserem Verein.

Die Bewerbung kann bis zum 01.06.2020 eingesandt werden nach Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!