Gemeinsamer Ausstellungsbesuch des Amsterdamer Rijksmuseums, Sonderausstellung "Late Rembrandt"

In einer für viele Dekaden einzigartigen Ausstellung wird zum ersten Mal Rembrandts Spätwerk am Ort seiner Entstehung gezeigt.

Nach der ersten Station des großen, mit spektakulären Leihgaben bestückten Ausstellungsprojekts in der Londoner National Gallery ist Rembrandts Spätwerk seit dem 12. Februar in Amsterdam zu sehen.

Auf vielfach geäußerte Wünsche der Mitglieder hin organisierte der Vorstand des ANKK einen Ausstellungsbesuch im Amsterdamer Rijksmuseum. Für die Einführung konnten wir Prof. Dr. Gregor Weber, Leiter der Abteilung Bildende Kunst des Rijksmuseums und Co-Kurator der Ausstellung – und zugleich Gründungsmitglied des ANKK - gewinnen. Ausführlich erläuterte uns Gregor Weber das Konzept der Präsentation von Gemälden, Zeichnungen und Radierungen, die von den 1650er Jahren bis zu Rembrandts Tod 1669 entstanden. Gemeinsam mit Jonathan Bikker wurde ein Zugriff entwickelt, der sich einer linearen Chronologie entzieht und die über einhundert Exponate vielmehr einer Reihe von Konzepten zuordnet, die das Werk thematisch aufschlüsseln: Selbstüberprüfung, Emulation/Wetteifer, Experimentelle Techniken, Licht, Beobachtung des Alltagslebens, Intimität, Kontemplation, Konflikt und Versöhnung. Gerade durch eine Vielzahl von Hintergrundinformationen und die Diskussionsmöglichkeit mit dem Ausstellungsmacher erschloss sich die Logik einer Präsentation, die möglicherweise auch für zukünftige Projekte wegweisend ist.

Nochmals herzlichen Dank dafür! Für die Zukunft hoffen wir auf viele weitere Kurzexkursionen und Aktivitäten dieser Art und freuen uns auf Angebote aus den Reihen der Vereinsmitglieder.

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