Der ANKK ist ein eingetragener Verein. Er versteht sich als Netzwerk für Kunsthistoriker aus dem deutschsprachigen Raum, die sich mit der niederländischen Kunst- und Kulturgeschichte beschäftigen. Er soll eine Plattform zur Diskussion, zum Austausch von Informationen und für die Planung und Durchführung von Projekten bieten und verfolgt ausschließlich und unmittelbar – gemeinnützige – Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabeordnung.

Aktuelle Informationen und Veranstaltungen

Jahrestreffen des „Arbeitskreises Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte e.V.“ (ANKK) Hamburg, 13.-15. Oktober 2016, Hamburger Kunsthalle und Kunstgeschichtliches Seminar der Universität Hamburg

Im Fokus der ANKK-Jahrestagung 2016 steht die Frage: Welche Impulse gehen von den niederländischen Bildkünsten auf schriftlich geprägte Wissenskulturen und andere Kunstgattungen wie etwa Literatur und Theater aus? Dabei sollen zum einen die Komplementarität von Bild und Schrift in Kunstwerken und Büchern bzw. Schriften untersucht, zum anderen Auswirkungen der Kunst auf die verschiedenen Wissensdisziplinen, Literatur und andere Künste aufgezeigt werden.

An diese Leitgedanken schließen beispielhaft folgende Überlegungen zum Thema an:

Die zu thematiserenden Impulse sind in Ekphrasis, Emblematik oder Reiseliteratur wirksam. Aber auch die longue durée der Rezeption einzelner Kunstwerke kann auf ihre Impulsgebung hin befragt werden. So ist beispielsweise vom irischen Schriftsteller Samuel Beckett bekannt, dass er sich tagelang in Museen wie der Hamburger Kunsthalle aufhielt und Notizen vor Gemälden machte, oft zu historischer und zeitgenössischer Kunst aus Belgien und den Niederlanden. Seine Kunsterfahrungen verarbeitete er in Theaterstücken und Essays, er diskutierte sie mit seinen Künstlerfreunden. Die Steigerung und Verfeinerung der manuellen Fertigkeiten – das Material-Knowhow – von Künstlern waren Impulsgeber für technische Innovationen. Der Maler Johannes Goedaert wurde so von Zeitgenossen zugleich als Alchemist, Entomologe und Pharmazeut geschätzt.

Ob man nach den Impulsen künstlerischer Arbeiten für das Verständnis der Antike bzw. der Natur fragt, den Antrieben für die Entwicklung politischer Theorien oder denjenigen für theologische Diskurse: Regelmäßig waren Kunstwerke (selbst-)evidente Wissensspeicher und deutlich mehr als nur Illustrationen schriftlicher Theorien – oftmals gingen die Bilder der Theorie voraus oder waren deren Grundlage. Zu denken wäre beispielsweise an Jan van Eycks Darstellungen des Mondes. Nicht selten waren importierte und „exotische“ Artefakte entscheidende Auslöser kulturhistorischer und -politischer Debatten. Der Wert einer künstlerischen Arbeit lässt sich kaum daran messen, in welchem Maße sie an schriftliche Auseinandersetzungen heranreicht oder Kunst zum Thema der Kunst erhebt. In diesem Sinne insistierte schon Svetlana Alpers darauf, dass „die Faszination durch und der Glaube an die [kunsthandwerkliche] Repräsentation der Welt dazu beigetragen haben, neue Naturerkenntnisse anzuregen.“

Am häufigsten aber wohl waren die bildenden Künste Anstoßgeber für die schreibenden Künste. Die enge Verzahnung mit den Schwesterkünsten, Literatur und Theater, wird etwa mit Blick auf das Goldene Zeitalter der Niederlande sichtbar. Joost van den Vondel ließ sich für seine Dramen von Rembrandts Werken anregen und lobte dessen Gemälde, auf Horaz’ Ars poetica anspielend, als „Spreekende schilderye“.

Vorschläge für Vorträge können an diese Beispiele anknüpfen oder sich an folgenden Fragen orientieren:

  • In welchem Maße partizipierten Kunstwerke aktiv in vorrangig von Naturforschern, Theologen oder Literaten geführten Diskursen? Wo veränderten sie Sicht- und Denkweisen?
  • Auf welche Weisen hat das von Künstlern gewonnene Wissen Eingang ins Buch gefunden oder das schriftlich fixierte Wissen grundlegend ergänzt?
  • Wie trugen lokale und überregionale Netzwerke zur künstlerischen Wissensgenerierung und -verbreitung bei?
  • Wie kann der Prozess der Impulsgebung, die konkrete Auseinandersetzung mit Bildern und Künstlern, angemessen beschrieben werden? Was passiert, wenn Bilder Impulse aussenden?
  • Welchen Anstoß geben ästhetische Qualitäten von Kunstmaterialien und innovative Kunsttechniken für andere Kulturtechniken und Wissenschaften?
  • Inwiefern regte die Kunst Literaten und Wissenschaftler zu eigenen Erfindungen an?

Erwünscht sind Vorschläge für Vorträge (ca. 30 min.) und auch Themenvorschläge für Workshops, die im Bezug zu den Sammlungsbeständen der Hamburger Kunsthalle oder des Kupferstichkabinetts stehen und in einer Gruppe von 10-15 Teilnehmer_Innen in den Sammlungen diskutiert werden können. Für die Workshops ist eine Dauer von ca. 1,5 Std. vorgesehen.

Reisekosten können vom Veranstalter nicht übernommen werden. Ausgenommen davon sind Wissenschaftler_Innen ohne festes Anstellungsverhältnis, hier kann ein Reisekostenzuschuss gewährt werden. Besonders erwünscht sind Vorschläge von Nachwuchswissenschaftler_Innen.

Einreichungsfrist: 29.05.2016

Vorschläge für Vorträge und Workshops können in Deutsch oder Englisch (max. 250 Wörter) mit kurzen biographischen Angaben als PDF gesendet werden an: Dr. des. Maurice Saß (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und Prof. Dr. Christiane Kruse (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

2. Studientag des Arbeitskreises Niederländische Kunst- und Kulturgeschichte (ANKK e.V.)

6. / 7. Juli 2016, Universität Konstanz

Der dezidiert an den wissenschaftlichen Nachwuchs gerichtete Studientag möchte kunstliterarische Quellen des 16. bis 18. Jahrhunderts – darunter z.B. Giorgio Vasaris Vite, Karel van Manders Schilder-Boeck, Franciscus Junius’ De pictura veterum und Gerard de Lairesses Groot Schilderboek – näher in den Blick nehmen. Ziel ist es, zentrale Themen und Begrifflichkeiten der niederländischen Kunst mittels intensiven Quellenstudiums aufzuarbeiten und zu diskutieren. Lektüre- und Themenvorschläge seitens der Teilnehmer/innen sind dabei ausdrücklich erwünscht. Nachwuchswissenschaftler/innen, deren Forschungsprojekte eine Auseinandersetzung mit niederländischer Kunstliteratur beinhalten, sollen die Gelegenheit erhalten, ihre Fragen und Ergebnisse in 30-minütigen Kurzvorträgen näher vorzustellen. Darüber hinaus ist aber auch eine Teilnahme am Studientag ohne eigene Präsentation möglich, soll die Veranstaltung dem wissenschaftlichen Nachwuchs doch zugleich ein allgemeines Forum zum Erfahrungs- und Gedankenaustausch sowie zur besseren Vernetzung bieten.

Die vorliegende Ausschreibung richtet sich an Masterstudierende und Doktoranden, deren Abschlussarbeiten und Dissertationen sich der niederländischen beziehungsweise flämischen und holländischen Kunst und Kultur widmen sowie an Nachwuchswissenschaftler/innen, deren Themen die Kunst und Kultur benachbarter Regionen betreffen, sofern sie einen niederländischen Bezug aufweisen. Die Teilnahme am Studientag ist dank der finanziellen Förderung durch den ANKK kostenlos. Reisekosten können voraussichtlich mit einem kleinen Betrag anteilig bezuschusst werden.

Bewerbungen in Form einer Projektskizze (max. 300 Wörter), eines kurzen Lebenslaufs und einer kurzen Begründung des Interesses (ggf. mit Lektüre- und Themenvorschlägen) sind bis zum 25. April 2016 als PDF- oder Worddokument an die Organisatorinnen des Studientags zu richten:

Prof. Dr. Karin Leonhard: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sandra Hindriks M.A.: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Janina Modemann M.A.: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Liebe Mitglieder des ANKK,

wir hoffen, Sie alle hatten einen guten Start in den Frühling und konnten an einigen der interessanten Veranstaltungen der letzten Wochen, wie der TEFAF oder den begonnenen Ausstellungen, teilnehmen. Der Vorstand selbst hat sich besonders darüber gefreut, dass zu Monatsbeginn eine Führung angeboten werden konnte, die auf die Initiative eines Vereinsmitgliedes zurückgeht und auf großes Interesse sowohl bei Nachwuchswissenschaftler*innen als auch bei bereits Etablierten stieß und zu der wir sogar mit Prof. Dr. Akira Akiyama Besuch aus Japan begrüßen durften: Dr. Heidrun Ludwig stellte die neue Präsentation der Gemäldesammlung des Hessischen Landesmuseums in Darmstadt vor und gab gleichzeitig einen Einblick in ihre Arbeit am Katalogisierungsprojekts der niederländischen und flämischen Gemäldebestände. Nochmals herzlichen Dank, liebe Frau Ludwig!

Wir freuen uns sehr, Ihnen schon heute eine weitere Veranstaltung dieser Art ankündigen zu können, die nicht nur spannende Diskussion vor den Originalen ermöglichen wird, sondern auch jenseits unserer Tagungen einen Zugang zum ANKK, seinen Zielen und Angeboten bietet:

Liebe Mitglieder des ANKK,

das Jahr 2016 wartet mit zahlreichen Highlights auf. Nicht zuletzt steht es natürlich im Zeichen von Hieronymus Bosch, dessen 500. Todesjahr mit diversen Veranstaltungen begangen wird, allen voran der großen internationalen Ausstellung Jheronimus Bosch - Visionen eines Genies, welche am 13. Februar eröffnet hat und bis zum 8. Mai 2016 im Noordbrabants Museum in ’s-Hertogenbosch zu sehen sein wird. Die Werkschau präsentiert dank zahlreicher Leihgaben nicht nur den größten Teil des Œuvres des Malers, sondern basiert darüber hinaus auch auf den umfangreichen Untersuchungen des Bosch Research und Conservation Projects – zwei gute Gründe, sich in den kommenden Wochen in die Heimatstadt Hieronymus Boschs zu begeben.

Liebe Mitglieder des ANKK,

zunächst möchten wir Euch und Ihnen allen ein gesundes, erfolgreiches und selbstverständlich von niederländischer Kunst & Kultur geprägtes 2016 wünschen!

Der Vorstand arbeitet bereits an den Planungen für das diesjährige Treffen im Oktober in Hamburg. Wir werden Sie über das endgültige Datum durch die Monatsbriefe auf dem Laufenden halten und den Call for Papers im Frühjahr veröffentlichen.

Liebe Mitglieder des ANKK,

ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Zum Highlight des Jahres zählt ohne Zweifel unsere sehr erfolgreiche internationale Konferenz, für die wir den Organisatoren, allen voran Karin Leonhard und Sandra Hindriks, nochmals sehr herzlich danken möchten. Bereichert wurde das Jahr außerdem durch das Engagement der ANKKler selbst: Vielfach haben sie ihr Wissen beim Rundgang durch eigene kuratierte Ausstellungen mit uns geteilt. Wir freuen uns besonders, dass auch zu Beginn des nächsten Jahres gleich zwei Expertinnen durch eine Ausstellung und eine Sammlung führen:

vor kurzem gab die Süddeutsche Zeitung auf der ersten Seite ihrer Wochenendausgabe das „Ende der Museumsruhe“ bekannt. 2015 werden in den deutschen Museen Besucherrekorde erwartet, an der Spitze der Städel mit 660000 verkauften Eintrittskarten. Kunstmuseen erschließen sich ein neues Publikum, dreimal mehr Kinder und Jugendliche besuchten 2015 das Lenbachhaus in München.

Liebe Mitglieder des ANKK,

der Oktober war ein ereignisreicher Monat für den Verein. Die internationale Konferenz „Methodik zwischen Theorie und Praxis“ vom 2. bis 4. Oktober an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn war ein voller Erfolg und der Vorstand möchte sich an dieser Stelle nochmals bei den Organisatorinnen/en, allen Sprecherinnen/n, Sektions- und Workshopleiterinnen/n, aber auch bei allen Besucherinnen/n für die wundervollen und interessanten Tage bedanken. Das Protokoll der Vereinssitzung vom 1. Oktober werden wir in den nächsten Wochen in einer separaten Email verschicken. Für die rege Teilnahme und die wertvollen Vorschläge und Anregungen danken wir den Vereinsmitgliedern.

Doch wie sagt man so schön: nach der Tagung ist vor der Tagung. Das nächste Jahrestreffen, das in Hamburg stattfinden wird, hat bereits ein Organistationsteam gefunden und wir werden Sie in den nächsten Monaten über den Verlauf der Planung auf dem Laufenden halten.

Liebe Mitglieder des ANKK,

unmittelbar steht nun die internationale Konferenz des ANKK in Bonn und Köln vor der Tür und die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Für die Jahrestagung hat uns nach Anmeldeschluss nun eine erfreuliche Anzahl an Anmeldungen erreicht. Wer sich vorab genauer über das Programm informieren möchte, kann dieses unter http://www.ankk.org/jahrestreffen/konferenz-2015-bonn

unter dem Punkt „Konferenzprogramm“ als PDF abrufen. Ein ausführliches Programmheft wird außerdem während der Konferenz für Sie ausliegen. Vor allem auf die Jahresversammlung, die am Donnerstagabend die Konferenz einleiten wird, möchten wir an dieser Stelle nochmals aufmerksam machen. Statt findet diese

Liebe Mitglieder des ANKK,

wir hoffen, die Sommertage haben Ihnen allen ein wenig Entspannung vom Studien- und Berufsalltag geboten. Während die Ferienzeit sich langsam dem Ende neigt, rückt unsere diesjährige internationale ANKK-Konferenz „Methodik zwischen Theorie und Praxis. Historische und aktuelle Ansätze in der niederländischen Kunst- und Kulturgeschichte“, welche vom 2.-4. Oktober 2015 in Bonn und Köln stattfindet, immer näher. Wir würden uns sehr freuen, viele unserer Mitglieder bei der Tagung begrüßen zu können und möchten noch einmal daran erinnern, dass die Anmeldefrist in zwei Wochen, am 15. September endet. Da die Workshops und Exkursionen eine rege Nachfrage erfahren und mitunter nur noch wenige freie Plätze aufweisen, möchten wir Ihnen eine rasche Anmeldung sehr ans Herz legen. Sämtliche Informationen sowie das Anmeldeformular zum Download finden Sie auf unserer Konferenz-Homepage: