Liebe Mitglieder des ANKK,

ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Zum Highlight des Jahres zählt ohne Zweifel unsere sehr erfolgreiche internationale Konferenz, für die wir den Organisatoren, allen voran Karin Leonhard und Sandra Hindriks, nochmals sehr herzlich danken möchten. Bereichert wurde das Jahr außerdem durch das Engagement der ANKKler selbst: Vielfach haben sie ihr Wissen beim Rundgang durch eigene kuratierte Ausstellungen mit uns geteilt. Wir freuen uns besonders, dass auch zu Beginn des nächsten Jahres gleich zwei Expertinnen durch eine Ausstellung und eine Sammlung führen:

Elke Werner gibt Einblick in Dürer und Kentridge, eine Sonderausstellung im Berliner Kupferstichkabinett, und Heidrun Ludwig erläutert die Neupräsentation des Hessischen Landesmuseums in Darmstadt.

Außerdem wurde in Kassel die Ausstellung Bild und Botschaft. Cranach im Dienst von Hof und Reformation bis zum 10. Januar 2016 verlängert – zwischen den Jahren oder zu Beginn des Neuen Jahres ist dies doch ein schöner Anlass, nach Schloß Wilhelmshöhe zu fahren. Außerdem möchten wir auf eine „wiederentdeckte“ Madonna Lucas van Leydens aufmerksam machen, die es nun im Rijksmuseum zu entdecken gilt.

Damit das Alte Jahr auch süß endet und das Neue auch gut beginnt, anbei ein Rezept für ein niederländisches Silvestergebäck:

1 kg Mehl
1 Liter Milch
60 g Zucker
53 g Hefe, frische
2 Eier
70 g Butter, zerlassen
400 g Rosinen
1 Prise(n) Salz
100 ml Weinbrand (Goldbrand oder Cognac)
1 Prise(n) Zimtpulver
3 Liter Öl zum Frittieren
2 EL Zucker
150 g Puderzucker

Die Rosinen in Goldbrand einweichen, nach Geschmack mit einer Prise Zimt und 2 EL Zucker.

Das Mehl in eine Schüssel geben. Die Milch lauwarm erwärmen und die Hefe darin auflösen. Diese Mischung ungefähr 5 Minuten stehen lassen. In der Zwischenzeit werden der Zucker, das Salz, die beiden Eier und die zerlassene Butter zum Mehl gegeben.

Jetzt nach und nach die Milch-Hefe-Lösung zum Mehl geben. Mit einem Holzlöffel so lange rühren, bis der Teig Blasen wirft und eventuelle Klümpchen verschwunden sind. Jetzt soll der Teig unter einem feuchten Tuch 1 1/2 - 2 Stunden an einer warmen Stelle im Haus ruhen.

Den Teig in einer großen Schüssel anrühren, denn der wird nach dem Gehen 2 - 3mal so viel Volumen haben.

Nach dem Ruhen mit dem Schüsselboden 2- oder 3mal auf den Tisch klopfen. Jetzt die Rosinen unterkneten. Wenn diese noch sehr nass sind, bitte vorher die Flüssigkeit abgießen.

Jetzt das Öl auf in einem großen Topf erhitzen. Man kann erkennen, ob das Öl heiß genug ist, wenn man einen Holzlöffel ins Öl tunkt und Bläschen am Löffel entstehen. Wenn eine Fritteuse vorhanden ist: Das Öl soll eine Temperatur von 180°C haben.

Jetzt können die Oliebollen frittiert werden. Mein Trick, um den Teig zu Bällen zu verarbeiten: Eine Kelle (am besten aus Metall) und einen Esslöffel nehmen. 2 EL Teig in der Kelle geben. Den Teig kurz in der Kelle wenden, bis ein Ball entsteht. Jetzt schnell den Teig aus der Kelle in das Fett gleiten lassen. Es kann aber auch ein Eisportionierer genommen werden.

Die Oliebollen sind gar, wenn sie außen knusprig und innen locker und fluffig sind. Man kann es auch an der Farbe erkennen. Sie sollen braun sein. Nach dem Frittieren kurz in einem Sieb oder auf Küchenpapier abtropfen lassen. Schließlich mit reichlich Puderzucker überstreuen.

Die Oliebollen schmecken frisch und warm am besten. Kalt sind sie aber auch lecker. In den Niederlanden werden sie traditionell zu Silvester gegessen.

Eet smakelijk, bon appétit!

Im Serviceteil finden Sie zudem kommende Konferenzen, Veranstaltungen und Publikationen.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein kunstreiches 2016,
der Vorstand