Liebe Mitglieder des ANKK,

am 5. Februar fand in Bonn in Vorbereitung auf die diesjährige internationale ANKK-Konferenz ein Studientag für den wissenschaftlichen Nachwuchs zum Thema "Methodik zwischen Theorie und Praxis. Aktuelle Ansätze in der niederländischen Kunstgeschichtsforschung" statt. Acht Masterstudierende und Doktoranden aus den Reihen des ANKK haben bei dieser Gelegenheit ihre aktuellen Forschungsvorhaben und ihre dabei gewählte methodische Herangehensweise präsentiert. In zwei Lektürekreisen wurden von den rund 20 TeilnehmerInnen zudem wichtige Forschungsansätze und Methodendebatten des 20. Jahrhunderts diskutiert. Zwei Mitglieder des ANKK werden in einem Bericht bald ausführlicher über die Veranstaltung informieren. Die positive Resonanz in Bonn sowie die Ergebnisse der Mitgliederbefragung bestärken uns in dem Wunsch, einen jährlichen Nachwuchsstudientag in Zukunft fest zu etablieren.

Wir möchten allen, die sich die Zeit genommen haben, an der ersten Mitgliederumfrage unserer jungen Vereinsgeschichte mitzuwirken, ganz herzlich dafür danken! Im Folgenden ein paar Worte zur Auswertung der umfänglichen, für uns als Vorstand sehr aufschlussreichen Daten, die wir während unseres ersten Treffens in Berlin am 12. Februar diskutieren konnten und als Basis für unsere künftige Arbeit begreifen:

Ergebnis der Mitgliederbefragung

Rücklauf und Mitgliederstruktur

Von derzeit 153 eingetragenen Mitgliedern des Vereins haben sich 41 Frauen und 10 Männer beteiligt, 10 weitere Personen wollten die statistische Frage nach dem Geschlecht nicht beantworten. Mit einem Rücklauf von nahezu 40 % können wir statistisch gesehen zufrieden sein, wenngleich ein stärkeres Engagement einer Vielzahl von Mitgliedern in allen Aktivitäten des ANKK wünschenswert wäre – auch dies ist ein Ergebnis der Umfrage.

Insgesamt sind mehr als ein Viertel der Antwortenden jünger als 30 Jahre. Mehr als 50 % der TeilnehmerInnen waren zum Zeitpunkt der Umfrage promoviert. Die meisten der Antwortenden sind öffentlich angestellt bzw. verbeamtet (angestellt: 58,7 %, verbeamtet: 6,5 %), dann folgen die freien Berufe (19,57 %). Innerhalb der Berufsbereiche sind die Universitäten und Kunsthochschulen mit über 60% in der Mehrheit, gefolgt von den Museen (45,38 %), der außeruniversitären Forschung (18,87 %) und der Erwachsenenbildung (9,43 %). Eine Person arbeitet im Kunsthandel. Geantwortet haben in der Mehrzahl die „treuen" Mitglieder, also jene, die bereits seit mindestens 2008 und 2009 dabei sind.

Organisation und Vernetzung

Den meisten von Ihnen ist die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch mit Kolleginnen sowohl innerhalb Deutschlands als auch international ein wichtiges Anliegen. Dazu leisten die internationalen Konferenzen einen wichtigen Beitrag (stimme voll oder überwiegend zu: 54,23 %). Die Jahrestagungen könnten vor allem durch öffentliche Calls for Papers (67,92 %) und die Einrichtung von Nachwuchspanels (64,15 %) verbessert werden; die Mehrzahl hält außerdem öffentliche Calls for Panels (54,72 %) und die Organisation interdisziplinärer Panels (52,83 %) für wichtig.

Hinsichtlich der mittelfristig angestrebten Überarbeitung unseres Internetauftritts würden – neben dem Wunsch nach verbesserter Übersichtlichkeit – 70 % der Befragten die Einrichtung der Rubrik „Veröffentlichungen von Mitgliedern" begrüßen, rund 68 % wünschen sich einen „virtuellen Veranstaltungskalender" und würden aktiv daran mitwirken, fast 60 % schätzen Mitgliederprofile.

Gemeinsame Aktivitäten und Sektionsbildung

In der drängenden Frage nach dem Ort des Jahrestreffens 2016 sind München und Hamburg besonders häufig genannt worden. Wir werden diese Vorschläge bei der Organisation der nächsten Jahrestreffen berücksichtigen. Für die Koordinierung sämtlicher Anliegen und Aktivitäten des Nachwuchses steht auch die kürzlich eingerichtete facebook-Seite zur Verfügung. Nahezu allen (89,83 %) ist die Einrichtung eines regelmäßigen Studientags für den Nachwuchs wichtig bis sehr wichtig; wir hoffen hier auf tatkräftige Unterstützung aus Ihren Reihen für die nächsten Jahre. Rund 67 % wünschen sich Exkursionen zu Sonderausstellungen und Forschungsinstitutionen: Ein gemeinsamer Ausstellungsbesuch im Rijksmuseum („Late Rembrandt") wird schon im März stattfinden, weitere Veranstaltungen dieser Art sind in Planung – auch hier gilt: Angebote sind herzlich willkommen.

Es wäre während der nächsten Mitgliederversammlung in Bonn zu diskutieren, in welcher Weise die Mitgliedschaft aktiver gestaltet werden kann, beispielsweise durch die Bildung von Interessensgruppen (über 60 % halten die Einrichtung von thematischen Sektionen für wichtig bis sehr wichtig). Diese Sektionen könnten bei den Jahrestagungen Arbeitsergebnisse vorstellen und eigene Panels zu Forschungsschwerpunkten organisieren. So würde es zu keiner weiteren Differenzierung der Berufsgruppen kommen (68,67 % halten die Einrichtung berufsspezifischer Sektionen für weniger wichtig bis unwichtig), es würde vielmehr – und dies wird ausdrücklich gewünscht – eine Zusammenarbeit über Inhalte stattfinden. Der Vorstand freut sich jederzeit über Ideen und Vorschläge aus Ihren Reihen insbesondere im Vorfeld der nächsten Mitgliederversammlung!

Im Loginbereich unserer homepage www.ankk.org finden Sie sowohl die Gesamtauswertung des Datenmaterials dieser Umfrage als auch die Antworten auf die offenen Fragen als pdf-Dokumente – wir möchten letztere als Ansporn für alle Mitglieder interpretieren, auch weiterhin konstruktive Kritik zu äußern und sich aktiv für sämtliche Belange des ANKK zu engagieren.

Wir möchten abschließend noch auf die unglücklichen Pläne des Louvre aufmerksam machen: Der gesamte Depotbestand soll ins 200 km von Paris entfernte Lens verlegt werden. Dies würde nicht nur die Museumsarbeit, sondern auch die wissenschaftliche Arbeit erheblich erschweren bzw. in Teilen unmöglich machen. Gegen diese Pläne wurde eine Petition eingerichtet, die Sie unter folgendem Link unterstützen können: Zur Petiton

Auch diesmal möchten wir dem Brief einen kleinen „Serviceteil" mit aktuellen Informationen rund um die niederländische und deutsche Kunst (-geschichte) anfügen. Zugunsten einer besseren Übersichtlichkeit haben wir uns entschieden, Ihnen jenen Teil gemeinsam mit dem Monatsbrief zukünftig als pdf-Dokument zuzuschicken. Alle, die ihren Mitgliedsbeitrag für das aktuelle Jahr noch nicht entrichtet haben, finden hier nun auch die Kontoverbindung des Vereins.
Mit herzlichen Grüßen,
der Vorstand