Noch im Mai war der Freundeskreis der Kölner Kunst- und Museumsbibliothek an unseren Verein herangetreten, weil wieder einmal der Neubau und damit die Existenz der KMB in Frage gestellt wurde. Man bat uns, in einem Brief oder einer E-Mail an den Oberbürgermeister der Stadt Köln auf die Bedeutung der KMB für unseren Verein und die kunsthistorische Forschung hinzuweisen. Dieser Bitte sind wir gerne nachgekommen, denn die Bedeutung der KMB, mit mehr als 400.000 Bänden die viertgrößte kunsthistorische Bibliothek Deutschlands, reicht weit über die engen Grenzen Kölns hinaus. Sie leistet nicht nur für die wissenschaftliche Literaturversorgung des Rhein-Ruhr-Raums Entscheidendes, sondern ist durch ihre Sammelschwerpunkte und Sondersammlungen weit über diese Region hinaus von Bedeutung. Mit dem für unser Forschungsgebiet besonders wichtigen Schwerpunkt auf der Kunst der Benelux-Länder ist in Deutschland ein Alleinstellungsmerkmal. Wir haben angeboten, im Rahmen unserer Möglichkeiten die Stadt bei der Erhaltung der Bibliothek und ihrer langfristigen Sicherung zu unterstützen, etwa dadurch, dass wir für eine Beteiligung des Landes werben. Wer sich auch persönlich für den Erhalt der Bibliothek engagieren will, findet auf der Internetseite der "Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln e.V." weitere Informationen (http://freundekmb.de).

Das zunehmend besser werdende Wetter mag die Reiselust wecken. Zudem locken zurzeit einige spannende Ausstellungen. Nur noch bis zum 23. Juni 2013 ist in Kassel die große Sonderausstellung "Jordaens und die Antike" zu sehen. Die in Kooperation mit den Musées Royaux de Beaux-Arts in Brüssel konzipierte Ausstellung beleuchtet mit der Antikenrezeption nicht nur ein spannendes Thema, sondern bietet zugleich die erste monographische Werkschau von Jordaens in Deutschland. In der Albertina in Wien läuft noch bis zum 30. Juni eine umfassende Schau zur niederländischen Zeichnung, in der unter dem Titel "Bosch, Bruegel, Rubens, Rembrandt" die Meisterwerke der Sammlung zu sehen sind. Die faszinierenden Sammlungsbestände werden um eine zeitgenössische Position ergänzt, indem in der Ausstellung ein Animationsfilm und Zeichnungen des belgischen Künstlers Antoine Roegiers zu Pieter Bruegels "Sieben Todsünden“ gezeigt werden. Wer sich für Gegenwartskunst aus den Niederlanden interessiert mag auch in Venedig fündig werden, wo am 1. Juni die 55. Biennale eröffnet wurde. Die Niederlande werden dort in ihrem Pavillon von Mark Manders und seinem "Room with Broken Sentence" vertreten, im Belgischen Pavillon ist noch bis zum 24. November 2013 Berlinde de Bruyckeres "Kreupelhout – Cripplewood" zu sehen.

Wir hoffen, demnächst ein detailliertes Programm des kommenden Jahrestreffens mitteilen zu können, das am 8. und 9. November 2013 in Berlin stattfinden wird.

Mit besten Grüßen

der ANKK-Vorstand